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27.12.2009 |
Song des Tages: Simon und Garfunkel - The Sounds Of Silence |
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The Sounds Of Silence |
Ohne Worte. Richtig. Das wäre schlecht für einen Blogeintrag. Aber ich kann ja schreiben und nichts dabei sagen, ich meine sprechen. In Schweigen schwelgen und schreiben. Schweigen ist bekanntlich Gold und still ist bekanntlich die Nacht vom Vierundzwanzigsten auf den Fünfundzwanzigsten. Im Dezember. Weihnachten 2009. Es ist geschafft. Der Verpackungsmüll türmt sich unter den schon leicht nadelnden Blaufichten und Nordmanntannen. Das westliche Abendland verdaut die Feiertagsbraten, schluckt Tabletten gegen das Sodbrennen, atmet endlich befreit von Weihnachtsmarktromantik auf und rüstet zur finalen Umtauschschlacht in den im Moment brach liegenden Konsumtempeln. Zwischen den heiligen Festtagen und dem unsausweichlichen Neujahr sind nur knappe drei Komma fünf geschäftsoffene Werktage. Da ist Eile geboten. Die längste Nacht des Jahres ist passé. Draußen hält sich der brüchige und harsche Schnee der vergangen Woche tapfer bei Graden um die Null. Ein paar ruhige Tage, für mich Abstand vom Stress der letzten Wochen, ja Monate. Zeit zum Gedankensortieren. Zeit zum Aufräumen. Zeit für Klarheiten. Zu manchen Dingen kann ich nichts sagen, will ich nichts sagen, muss ich nichts sagen. Da bleibe ich tatsächlich einmal ohne Worte. Ganz vorsätzlich. Es ist besser so. Und Kräfte sparend. Alles andere wäre verschwendete Energie. Und die ist kostbar. Ich werde sie anders einsetzen. In Zukunft. Ein Blick durchs Schlüsselloch. Was dahinter liegt, in diesem unbekannten Raum, lässt sich zurzeit nur erahnen. Aber es stimmt optimistisch. Das Jahr liegt in den letzten Zügen. Und ich bin dankbar für dieses Jahr 2009. Es hat mir viel gegeben. Eine Menge Leute habe ich kennen gelernt. Neue Freundschaften haben sich aufgebaut. Alte haben sich gefestigt, wie die letzten Tage vertrauensvoll gezeigt haben. Liebe Grüße ereilen mich aus der ganzen Welt. Dank euch allen, die ihr mir zugehört habt, mit denen ich lachen und singen durfte. Das Leben tut gut. So wie es jetzt ist. So kann es bleiben. Nur früher hell und später dunkel kann es wieder werden. Und wieder etwas wärmer. Aber das wird das nächste Jahr schon machen. Andere Wünsche? Ich flüstere dir zu den Klängen der Stille: „Die Sternschnuppe ist gerade dabei, sich zu entfalten.“ Und so ist der Rest jetzt ...Schweigen... |
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20.12.2009 |
Song des Tages: UB 40 - Red, Red Wine |
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Red, Red Wine |
Auf weißen, eisfunkelnden Straßen hat mich die Nacht wieder hierher geführt, wo Ruhe ist um mich herum. Immer noch spüre ich diese eine Hand, dann auch diese zweite Hand, diesen Körper, dessen Arme mich umschlingen, der sich gegen meinen presst. Den Atem an meinem Ohr. Sind es Sekunden, Minuten? Egal, ich weiß es nicht, ich will es auch nicht wissen oder gar messen in Zeit. Es war da, als es war, wie es war, und es war gut, und dieser Tanz war kein Tanz um den heißen Brei, eher einer auf dem Vulkan, ein Tanz für die Ewigkeit des Verinnerlichten in den tiefsten Tiefen, eine Einheit in Takt und Musik, in Blicken sich widerspiegelndem Verstehen. One magic moment in time. Du weißt, sie starren uns an, ich weiß es und ihre seltsam verzerrten Gesichter verschwimmen im Taumel jeder erneuten Drehung. Ich denke nicht, ich bin nur. Jetzt und im Hier. Bei mir und bei dir. Auf einer ganz anderen Ebene und näher als je zuvor. Zu reden macht keinen Sinn, man müsste schreien. Die Musik ist laut. Betäubend laut. Reden ist auch nicht mehr nötig. Ich lasse mich treiben und weigere mich, die Augen zu schließen. Jedes Atom dieser Augenblicke will ich unspaltbar aufsaugen, mir einbrennen ins Gedächtnis. So kann es sein, so wird es sein. Als ich am Morgen wach werde, halte ich die letzten Traumfetzen fest, sehe mich auf einem Kai stehen, ich winke einem weißen Schiff nach. Glücklich und innerlich aufgewühlt, drehe ich mich auf die Seite und schließe lächelnd noch einmal die Augen. Vielleicht sollte ich diesen Traum noch schnell auf eine DVD brennen, ein schönes Weihnachtsgeschenk für jemanden, der es wert ist. Wirklich wert ist. |
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13.12.2009 |
Song des Tages: Tom Petty & The Heartbreakers - Something’s In The Air |
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Something’s In The Air |
Es liegt was in der Luft. Nicht nur der von Wetterberichten angekündigte Schnee. Auch nicht der Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln und Pfefferkuchen fein auf den überlaufenen Weihnachtsmärkten. Es ist noch etwas anderes, das mich angenehm unruhig werden lässt. Dabei sind es nicht einmal Hoffnungen, die mit irgendetwas Bestimmten verbunden sind. Es ist diffus und in alle Richtungen verzweigt. Ich kann es nicht beschreiben. Und das, obwohl mich meine Arbeit mich fest im Clinch hält. Den Wecker, der nur seinen Job tut, verfluche ich jeden Morgen gegen 6:15 Uhr. Im Dunkeln zur Arbeit, im Dunkeln wieder zurück. Die letzten Tage waren dazu meist grau verhangen. Mehr Licht! Einiges, was ich derzeit erlebe, macht mich wütend und es frustriert zugleich. Das ewige Anrennen gegen einen Apparat, der auf stur schaltet und sich hinter Paragraphen verschanzt. Dem Menschliches nur fremd scheint. Mehr Herz und weniger Rechthaberei! Für mich ein Ausdruck tiefer Hilflosigkeit und Überheblichkeit. Und mein Kopfschütteln will einfach kein Ende nehmen. In anderen Bereichen spüre ich Aufwind, Hände werden gereicht zum Gruß, Arme öffnen sich, herzlich, Wiedersehen gefeiert und erneut ins Auge gefasst, Wünsche ausgesprochen, Gedanken ausgetauscht, Pläne geschmiedet. Post, Telefonate, Mails, SMS: Ich freue mich über jedes Wort. Die Kommunikation funktioniert. Meine kleine Welt rückt zusammen. Sprachen vermengen sich. Wunderbare babylonische Vielfalt. Musik umhüllt mich. Auf dieser Seite des Lebens ist es friedlich, ruhig, hektiklos, entspannt, freundschaftlich, kollegial, verständnisvoll, aufmunternd, richtungsweisend, verlässlich, aufbauend. Es ist Zeit, all denen zu danken, die mich in den letzten Monaten durch den Alltag begleitet haben und die mir gerade nah und vertraut sind, an und auf meiner Seite stehen. Ihr tut mir Gutes, und ich hoffe immer, dass ich ein Stück von dem zurück geben kann. We have got to get it together...now. |
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06.12.2009 |
Song des Tages: Jean-Louis Aubert - Parle-moi |
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Parle-moi |
Ich kann eine Strecke fahren, einen Weg, den ich vor zwanzig Jahren oder vor noch längerer Zeit gefahren bin, da gelange ich plötzlich an eine Kurve, in ein Waldstück, an eine Kreuzung, einen Bahnübergang, eine Ortseinfahrt und der Flash- Back ist da. Untrüglich. Worte, eine Musik, Gedanken oder was auch immer stellen sich ein. Für immer damit verbunden auf meine limitierte Ewigkeit. Die Erinnerung schlummert tief im Verborgenen, im vermeintlich Vergessenen, wird aber urplötzlich aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen. Bilder fliegen heran und wieder fort. Töne dringen in mein Ohr, Worte, ich sehe ein Lächeln, verspüre den großen Mut, alles zu ändern, von vorn zu beginnen. Eine Stunde, ein Tisch. Zwei Stühle. Die Geräuschkulisse um uns herum blendet sich weg. Und sie wird immer deutlicher. Diese Stimme. Sie erzählt von ihrem Leben, aber auch von meinem. Wie in einem Hörbuch eine Geschichte von jemand anders gesprochen wird. Ich lehne mich zurück und sehe mich konfrontiert mit meinen Gedanken, die ich tief und fest verschlossen in mir wähnte, die aber ein anderer Mund jetzt artikuliert. Auf eine angenehme Weise paralysiert höre ich zu, lasse mich selbst nicht zu Wort kommen, tauche ab in den Klang dieser Stimme. Die Wortwahl fasziniert mich. Jemand anders liest meinen Ideenspeicher aus. Hier wäre jede Firewall machtlos. Fragen unterstreichen das Interesse. Ich spüre, sie wird nicht ausreichen, diese eine Stunde, die verfliegt wie im Zeitraffer. Ja, erzähle mir, erzähle mir von dir, von deinem Leben. Erzähle mir von deinen Zweifeln, von deinen Wünschen, von deinen Träumen. Ja, sprich zu mir. Was sagst du da? Sag es lauter. Und wenn du magst, erzähle ich dir von mir. In anderen Stunden, zu anderen Zeiten. Später, aber schon bald. |
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29.11.2009 |
Song des Tages: Tom Petty And The Heartbreakers - Into the Great Wide Open |
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Into the Great Wide Open
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Plötzlich reißt er wieder auf, der Himmel, und die Sonne strahlt aus einem Winkel, aus dem man sie gar nicht erwartet hätte. Zuerst ist es wie ein verschmitztes, komplizenhaftes Zuzwinkern, zögerlich zaghaft und ganz sanft noch, völlig überraschend. Die für einen Novembertag warmen Strahlen streifen mich, ja, treffen mich in meinem Fragengebilde, das Blaue sieht auf mich. Erste fünf Minuten. Was sich in nur fünf Minuten oder sogar weniger entscheiden kann? Diese Anspielung verstehe ich einige Sekunden später erst so richtig. Eine lang vertraute Sprache dringt an mein Ohr. Worte, die ich verstehe. Worte, die ich mit einem Lächeln erwidere. Worte, die mich neugierig machen. Mein Interesse erwecken. Silben aus einem anderen Leben, Atome einer noch fremden Geschichte, der Klappentext, der mich weiter lesen lassen möchte. Eine ungeschriebene Musik, von der nur ein paar Einzeltöne durch die Luft flirren auf der Suche nach der neuen Melodie. Auf den parallelen Linien des Notenblattes ein paar Tintentupfer nur, ganz frisch, glänzend in der Novemberabendsonne, harmonisch nebeneinander. Der frühe Einklang möge sich vertiefen, nach und nach, die Tonart sich finden, genauso der Takt. Mit geschlossenen Augen summe ich vor mich hin. Und dabei könnte ich gegen den aufgekommenen Wind anrennen mit weit ausgebreiteten Armen. Aus der Flaute wird eine Brise, ja schon leichte Böen machen sich bemerkbar. Meine Haare flattern im Luftzug, der Kopf wird klar. Ready for take off. Fliegen. Ich habe das Gefühl, den Flaschenhals zu verlassen und ins große, weite Offene zu gelangen, ins Blaue, wo nur der Himmel, die Grenze darstellt..The future is great wide open... |
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22.11.2009 |
Song des Tages: Eric Burdon - We Gotta Get Out Of This Place |
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We Gotta Get Out Of This Place |
Niemand ist fort, weil nie jemand da war. Das nicht gegebene Versprechen wurde gehalten. Ohne Umschweife. Heute wird es nicht dunkel, weil es noch nicht hell war. Trotzdem waren es heute Morgen um halb zwei noch vierzehn Grad. Celsius. Draußen. Die Nacht verlässt uns später und kommt schneller zurück, als wir denken. Und der tägliche Wahnsinn wird wieder um sich greifen, bald und unaufhörlich. Das bisschen geschöpfte Kraft wird sich schnell verbrauchen, es gilt, sich irgendwie noch durch diese restlichen sechs Wochen ins neue Jahr zu retten. Viel Zeit bleibt nicht mehr, das umzusetzen, was man sich zu Beginn des Jahres vorgenommen hat. Und was dann? Neue Vorsätze? Obwohl die Alten noch nicht verbraucht sind? Fluchtgedanken kommen auf. Wenn schon nicht der große Ausbruch gelingt, dann lass uns wenigstens Inseln setzen, auf die wir ausweichen können, fern ab vom bohrenden Alltag. Lass uns Sonnen neu erfinden und wieder hellauf lachen. Der Dunkelheit zum Trotz. Das greifen, was hier und jetzt ist. Nicht wieder alles auf morgen verschieben. Oder auf nächstes Jahr. Glück dort sehen, wo es wohnt. Der Musik dahin folgen, wohin sie uns mitnimmt. Das Glas getrost schon wieder auffüllen, auch wenn es noch halbvoll ist. Lass ihn nicht abreißen, den seidenen Faden, an dem das wahre Leben hängt. Gieße Öl ins Feuer des Machbaren. Träume sind nicht für Verlierer. Wer keine Träume mehr hat, der ist tot. Jetzt schon. Und der ist und hat verloren. So richtig und unumkehrbar. Die vermeintlich sichere Festung hat zu hohe Mauern, die zu lange Schatten werfen. „Wir müssen raus hier, und wenn es das Letzte ist, was wir jemals tun werden...“ |
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15.11.2009 |
Song des Tages: Rory Gallagher - Empire Stae Express |
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Empire State Express |
Manchmal sind es die Gedanken, die einen nicht ruhen lassen, manchmal ist es diese hämmernde Leere im Kopf. Oder das Hinterherhechten nach dem, was sich widersetzt, sich einem entzieht. Die permanente Angst, etwas zu verpassen. Von den Träumen, die mich, wenn ich schlafe, besuchen, weiß ich meist nichts mehr, wenn ich wach werde. Oft weiß ich nur, dass ich geträumt habe. Manchmal ist mir nicht einmal das bewusst. Aber irgendetwas schwingt mich in den Tag, legt zusammen mit einem ersten Blick aus dem Fenster den Grundstein für meine Anfangslaune. Heute ist es mal wieder novembergrau. Ich lasse mir Zeit, kein Grund sich für irgendetwas zu beeilen. Dann sehe ich mich vor genau 30 Jahren auf einem Bahnhof, wie ich den roten Schlussleuchten eines Zuges hinterher schaue. Die Melancholie von damals stellt sich genau so wieder ein wie der Satz: „Der Zug ist abgefahren.“ Ja, das war er damals wirklich, im realen wie im übertragenen Sinne. Er nahm mir etwas, nein, jemanden fort, von dem ich nun erst realisierte, dass er wirklich fort sein würde, als ich den Zug hinter der ersten Biegung aus den Augen verlor. Und das ist so geblieben. Nun fahren auf jedem Bahnhof täglich mehrere Züge ab und 30 Jahre sind eine lange Zeit. Mancher Zug ist inzwischen für mich abgefahren. Und es hat einige Züge gegeben, mit denen ich selbst gefahren bin. Hierhin und dorthin. Manchmal fühlte ich mich am Ziel, manchmal nur auf der Durchreise. Irgendwie stehe ich heute wieder auf dem Bahnhof. Ich weiß nicht, wohin die Reise geht oder ob ich überhaupt fahren werde. Vielleicht bin ich auch hier, um jemand abzuholen, der von einer langen Reise zurückkommt. „Auf Gleis 3 hat Einfahrt der Intercity aus ... mit Weiterfahrt nach...“ Hm, mal sehen... |
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10.11.2009 |
Song des Tages: The Rolling Stones: You Can’t Always Get What You Want |
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You Can’t Always Get What You Want |
Manchmal verheddere ich mich in den gekrümmten Fragezeichen und stolpere über nicht vorhandene Antworten. Dann keimt die Sehnsucht nach glatten, richtungsweisenden Ausrufezeichen auf. Der Imperativ des Lebens beantwortet so manche Frage, zerstört aber auch so manchen Traum. Als Kind stand ich am vorweihnachtlichen Schaufenster des größten Spielwarenladens meiner Heimatstadt und drückte mir an seiner Scheibe die Nase platt. Der unstillbare Wunsch, wenigstens einen Teil der dort aufgebauten Modelleisenbahnanlage mit all seinen Loks, Wagons, Landschaften, Tunneln, Dörfern und Figuren mein eigen zu nennen, brannte in der kindlichen Seele. Für eine derartige Anlage wäre in unserem ganzen Haus damals überhaupt kein Platz gewesen. So blieb es bei einer weitaus abgespeckteren Version, mit der ich auch glücklich spielend viele Stunden verbrachte. Wünsche habe ich auch heute. Natürlich. Es brennt immer noch einiges in meiner Seele. Feurig und lichterloh. Alt und immer wieder neu. Die Schaufenster haben sich verändert. Die Wichtigkeiten verschoben. Die Blickwinkel sich gewandelt. Und auch ist das Wissen gereift, dass man nicht alles bekommen kann, was man sich so vorstellt. Aber manchmal ist es wirklich so, dass man bekommt, was man braucht. Wirklich braucht. Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Es muss nicht unbedingt das ganz große Kino mit der teuersten Produktion aller Zeiten sein, vielleicht ist es nur ein low- budget Movie im privaten Seelenkino. Wo dann endlich einmal alles in sich geschlossen ist. Sogar das Ende. Sei es nun happy oder nicht. Allein: Es muss stimmig sein. Nachvollziehbar. Dann wird es auch erträglich und greifbar. Auch mit dem Glück muss man umgehen können, vor allem muss man es als solches erkennen. Ein Blick, ein Wort, ein Lächeln, eine Geste. Gemeinsamkeiten. Verständnis. Nähe. Vertrauen. Verlässlichkeit. Freundschaft. Liebe. Gerne will ich mir dort, wo es all dies gibt, auch heute wieder die Nase platt drücken. |
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07.11.2009 |
Song des Tages: Van Morrison - When The Leaves Come Falling Down |
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When The Leaves Come Falling Down
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Da ist immer diese eine Nacht im Jahr, dann verbünden sich Wind und Regen, um der herbstlichen Pflicht nachzukommen und die Blätter von den Bäumen zu lösen. Dieses Jahr bin ich in dieser Nacht unterwegs. Es ist die vom letzen Sonntag auf letzten Montag. Ich komme aus Leverkusen vom Konzert der Vargas Blues Band. Die Musik hat noch einmal sommerliche und südländische Temperaturen beschworen. Ich steige in mein Auto, der Wind weht bereits kräftig und einige Tropfen Regen fallen. Vorbei an den Industrieanlagen der Stadt, im Rückspiegel als Leuchtreklame das berühmte Pharmakreuz und Wahrzeichen. Kurz vor der Auffahrt auf den Autobahnzubringer fällt mein Blick auf die Positionsleuchten eines Flugzeugs, das sich im Landeanflug auf den Köln- Bonner Flughafen befindet. Ich stelle mir vor, dass es Reisende aus dem sonnigen Süden zurückbringt in diese ungemütliche rheinländische Herbstnacht und bin froh, dass ich jetzt nicht dem Temperaturabfallsschock anheim falle. Nachdenklich trete ich mit meinem rechten Fuß aufs Gaspedal und überquere die Rheinbrücke. Wie oft habe ich wohl in den letzten drei Jahren diesen Fluss überquert? Wie viele unterschiedliche Gedanken und Gefühle haben mich dabei begleitet? Alle Schattierungen zwischen himmelhochjauchzend und zutodebetrübt. Brücken haben etwas Verbindendes, aber auch gleichermaßen Trennendes. So fahre ich in diese Nacht, in diesen Wind, in diesen Regen, die letzteren Beiden heftig damit beschäftigt, all das abzuschütteln, woran sich mein Blick nach und nach gewöhnt hat, all die Monate vom Frühjahr an, den Sommer hindurch bis hierhin. Die A4 hat über weite Flächen das Asphaltgrau verloren und eine vom Laub rotbraunorange getränkte Oberfläche angenommen, die zum Langsamfahren mahnt. Ich gebe dem und meinen Herbstgedanken nach, drehe die Heizung ein wenig weiter auf und lausche der Musik und den den Worten von Van Morrison und bin ganz bei mir und in meiner Welt. So gegen zwei Uhr im November 2009, als die Blätter herunterfallen. Follow me down, follow me down, to the space before the twilight and the dawn.. |
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01.11.2009 |
Song des Tages: The Jeff Healey Band - Stuck In The Middle With You |
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Stuck In The Middle With You |
Flashbacks. Weiße Nächte. Alkoholfrei oder tief durchtränkt. Felsenpaläste. In der Essener Gruga Halle oder im Freien auf dem Loreley- Felsen. Allein oder mit Freunden. Süße Erinnerungen. Gesichter tauchen auf und wieder ab. Ein Damals. Ein Heute. Musiken finden wieder statt. Wir sind älter geworden, alle, mit diesen wunderbaren Erfahrungen. Als das Fernsehen im Bild schon farbig, aber noch mono im Ton war und das Radio längst schon stereo. Nichts ist anders und alles hat sich geändert. Das Tonband drehte gemächlich aufnehmend seine Runden von Spule zu Spule, jeder wusste, dass hier etwas Ungewöhnliches, Geschichtsträchtiges passierte. Heute gibt es viele dieser Rockpalastkonzerte, von denen ich lediglich Video- und Bandaufnahmen – und die jeweils getrennt von einander – habe, bereits als DVD, hier laufen dann Bilder in Hochauflösung mit dem Dolby-Surround-Ton Hand in Hand. Zum nostalgischen Wiedergenuss früherer Zeiten. Die Macher dieser Sendung hatten ihn: Der Mut zu Neuem, die Risikobereitschaft zu Unvorhersehbarem, sichere, ausgetretene Pfade zu verlassen. Denn das sind die Dinge, die einen wirklich weiter bringen und das Steckenbleiben im nicht mehr zu definierbaren Morast des Mittendrins vermeiden helfen. Dennoch ist man manchmal einfach nur mutlos, hat Angst, sich wieder einmal zwischen alle Stühle auf den Boden der nicht gewollten Tatsachen zu setzen. Aber Tatsachen bleiben nun einmal Tatsachen, sie lassen sich nicht wegdiskutieren, man muss ihnen ins Auge sehen. Konjunktive helfen da auch nicht, nach dem Motto: „Hätte ich nur…“, „Wärst du doch…“ oder „Wir könnten doch…“. Nein. Das wahre Leben passiert im Indikativ. Und es sind nicht immer die Wege, die falsch sind, wenn man nicht ans gesetzte und beharrlich angestrebte Ziel gelangt. Manchmal sind es einfach die Ziele selbst. Dann muss man eben diese überdenken und sich gegebenenfalls Neue stecken. Jeden Tag kann es heißen: „Auf zu neuen Ufern!“ Und dann lass sie einfach stehen, die Clowns links und die Witzbolde rechts von dir. Hör nicht auf sie. Geh deinen Weg. Mit neuem Ziel und neuem Mut. |
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18.10.2009 |
Song des Tages: Peter, Paul & Mary - Leaving On A Jet Plane |
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Leaving On A Jet Plane |
Nein; richtiger Hunger ist es nicht, eher Appetit auf etwas außer der Reihe, ein Schälchen mit grünen Oliven, Zucchini- Würfeln, ein paar Knoblauchspitzen, dazu knuspriges, aufgebackenes Fladenbrot. Der späte Oktober ist immer noch warm genug, um draußen zu sitzen, der Feierabend senkt sich wohltuend über uns, hier auf dieser Insel fernab vom Alltag. Kleine Fluchten. Der Puls wird spürbar langsamer. Einige wickeln sich die bereit gelegten Decken um die Beine. Ich stippe ein Stück von dem Brot in das nach Süden schmeckende Olivenöl, atme tief durch und träume mich ganz weit weg und höre die Worte. Manchmal spreche auch ich. Hier und da ein Lachen und ein Lästern. Komplizenschaft. Manche Würfel sind gefallen, einige taumeln noch. Auf dem Tisch immer wieder dieser 2-er Pasch, der sich nicht wegdiskutieren lässt. Würfele weiter, vielleicht wird doch noch ein Full- House daraus. Tage später fahre ich gleich mehrfach an dieser Stadt vorbei, sehe einen Jet sich in die Luft erheben, stelle mir vor, dass er den Zugvögeln hinterher fliegt, südwärts natürlich, dorthin, wo es noch so richtig warm ist. Und plötzlich weisen so viele Schilder Richtung Flughafen. Colonia, città deserta. Doch ich bleibe auf dem Boden, dem Boden der Tatsachen. Bewege mich dorthin, wo ich schon einmal war, und wo die Zeit stehen geblieben scheint. Und doch ist es exakt ein Jahr her und es kommt einem vor, als sei es gestern erst gewesen. Bilder, Bühne, Menschen, Gesichter, Musik. Zurück fahren wir gegen die Uhr. Wie vor 365 Tagen. Wieder ist es Winterzeit. |
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18.10.2009 |
Song des Tages: Coldplay - See You Soon |
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See You Soon |
Und es reduziert sich wieder alles auf die Fragen, wer und was ist dir wichtig, auf wen und was kannst du dich letztendlich verlassen, was kommt unverhofft und überraschend, geplant und absehbar. Mit der Zeit bekommen diese Fragen Antworten, teils über Monate herangereift, teils Schwindel erregend spontan. So siehst du zu, weißt, du hast alles gegeben und du wirst nichts daran ändern, weil das Schicksal eigene Wege geht und du beginnst herauszufiltern, was gut war, was dir gut getan hat, woran du dich später einmal gerne erinnern wirst. Das sind die wertvollen kleinen Dinge des Alltags, ein blaues Wunder, das auf Rädern daher gerollt kommt, etwas, das sich lange schon im Kopf festgesetzt hat, das sich nach einigem Ringen und Abwägen nun doch erfüllt, ein paar Worte, die den kalten Oktober wärmer werden lassen, ihn mit der Sonne zusammen in goldenes Licht tauchen, Gespräche mit Unbekannten, Treffen mit alten Freunden, Gedankenaustausch über Ozeane und Gebirge hinweg, Schwelgen in noch frischen Erinnerungen, Pläne, die schon ins nächste Jahr greifen und die das Zeug haben zu den gern erinnerten Dingen der Zukunft zu gehören. Gesichter tauchen auf in den Tagträumen dieses Herbstes, ich freue mich darauf, die dazu gehörenden Menschen zu treffen, bald und real und nicht mehr träumend, von Angesicht zu Angesicht. Bis dann also: See You Soon. |
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11.10.2009 |
Song des Tages: Sting - Roxanne |
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Roxanne |
Hasen laufen niemals geradeaus und die Zuckerfrau schmilzt im Regen, doch sie hat stets einen Schirm bereit, der sie schützt. Der himmlische Wasserfall war gnädig vor drei Tagen auf meinen Quadratmetern, anderswo hat er flutend gewütet. Die Erkenntnis der letzten Wochen: Gespräche in Richtung Beifahrersitz bringen nur wirklich etwas, wenn dieser besetzt ist. Plötzlich schießt mir Cyrano de Bergerac ins Gedächtnis, diese langnasige, wortgewandte Romanfigur von Edmond Rostand, der erst am Ende, sprich kurz vor eben dem Seinigen, seine Erfüllung findet. Derweil wandele ich mit dem im Vertrauen Gehörten auf Pfaden des Ungesagten, des Verschwiegenen. Ohne dort Haken zu schlagen. Einfach nur so. Und geradeaus. Schon am Tag bin ich müde, falle in helle Träume, die mich wiederum nicht schlafen lassen, auch dann nicht, wenn ich erst einmal vermeintlich wach geworden bin, gerissen aus einem Traum, dessen Ende mir nicht stimmig erscheint. Es gelingt jedoch immer wieder, diesen Traumfaden nicht abreißen zu lassen, sondern ihn jeweils wieder aufzunehmen und weiter zu spinnen. Bilder fügen sich so zu neuen, vielschichtigen, spannenden Collagen. Die Stimme aus dem ins Wochenende rollenden Zug dringt an mein Ohr. Ein Hallo aus der größer werdenden Ferne. Die Tage werden kürzer und die Nächte hingegen länger. Cyrano zieht unterdessen den Degen und kämpft gelassen gegen das Ungemach. Später wird er die Waffe wieder eintauschen gegen die Feder und er wird diese in Tinte tauchen und er wird schreiben, Briefe, lange Briefe voller Poesie und Wortwitz. Roxanne… |
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04.10.2009 |
Song des Tages: Inga Rumpf - Friends |
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Friends |
Danke Freunde. Begegnungen und der zehnte Vollmond des Jahres. Die Blätter tänzeln auf der Straße wie die Gedanken hinter meiner Stirn. Ein lange geplantes Wiedersehen, die herzliche Freude darüber, eine überraschende Umarmung und ein ebenso überraschender Kuss von der Schneiderin, ein kräftiger Händedruck und ein Schulterklopfen vom Schneider, ein freundliches Hallo von einer Stimme, die immer noch die umwerfende Power wie vor 40 Jahren hat, damals als der Zigeuner geboren wurde und sie vor Illusionen gewarnt hat, ungebrochen rauchig, sanft und kräftig. Gespräche mit dem quirligen Teemann, dem kleinen Roger und dem mächtigen Mike, Trommelwirbel, Basstiefen, Gitarrenschreie aus den Hütten des Blues, vier Tage Konzertmarathon, dazwischen einige hundert Kilometer über Landstraßen, Autobahnen durch Tag und Nacht mit einem lahmenden linken Scheinwerfer, meist allein, doch nicht immer. Dazu der tägliche Wahnsinn. Viel Zeit und Stress auf der einen und viel zu wenig Zeit und Muße auf der anderen Seite, für ein Lächeln zum sofort Mitnehmen und später noch mal auspacken reicht es aber immer noch und für ein paar wenige Worte und Blicke, die den Tag und das Herz gleichermaßen erhellen. Der grauhaarige Bassmann prophezeit das endgültige Aus des Sommers und der Freiluftsaison. Keine Kunst, diese Aussage: Es ist schließlich Anfang Oktober. Und dennoch waren es eben noch 15°Celsius. Rechts neben der Autobahn gegen 20 Uhr. Auf dem Weg zu diesem Wiedersehen und mit ganz anderen Gedanken hinter der Stirn. |
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27.09.2009 |
Song des Tages: Aerosmith - Dream On |
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Dream On |
Wahltag. Ich habe die Wahl. Wie Millionen andere. Die Wahl, den Oberhäuptling und den Rat der Oberschlaumeier dieses Volkes mit zu bestimmen. Von den Plakaten haben sie uns angegrinst, in Talkrunden zeit- und proporzgesteuert gut zugeredet, schon seit Wochen, Politiker, die so austauschbar sind wie die Pflastersteine auf meinem Hof, aber auch so glatt wie der Asphalt auf der Straße davor. Sie haben uns mit Slogans auf ihre Seite ziehen wollen, Zuversicht ausstrahlend um unsere Stimme geworben. Meine Stimme ist brüchig. Ich habe gestern Abend wohl zu laut beim Konzert von Johnny Mastro den Refrain von «Maggie’s Farm» mit gesungen. Lieber eine brüchige Stimme als brüchige Worte, die wir eh von all den Plakatköpfen erwarten können. Reicht der Rest meiner heute schwächelnden Stimme für meine Wahlaussage? Ich will sie auch gar nicht abgeben, ich brauche sie ja auch noch, meine Stimme. Um den Menschen, die mir etwas bedeuten, zu sagen, dass sie mir etwas bedeuten. Um sie zu erheben gegen so manche Unstimmigkeit veranlasst durch die, denen ich sie heute geben soll. Vertrackte Welt. Ich werde dennoch gleich zur Urne gehen und hoffen, dass dort nicht nur die Asche meines Stimmzettels aufbewahrt wird. „I have a dream…“, sagte einst Dr. Martin Luther King. Das war 1963. Und ich habe auch einen Traum oder auch zwei oder auch drei, heute und jetzt und morgen auch wieder. Und ich bin sicher, dass d i e mir keiner von denen erfüllen kann, die heute nach Hochprozentigem streben. Und: Wer nicht mehr träumt, ist tot. Dream on… |
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21.09.2009 |
Song des Tages: Dr. John - Such a Night |
| Such A Night |
Tausende ungesprochene Dialoge, funkelnde Zweifel, Antworten auf nie gestellte Fragen, Geschichten, die nicht einmal das Leben schreiben wird, und deshalb immer auf dem Sprung, die nächste Überraschung nicht zu verpassen. Dieses aufrichtige Lachen. Atme sie bewusst ein bis in die Tiefen deiner Seele, diese Augenblicke, lass sie dort verweilen für kalte Tage, die auch wieder kommen werden. Irgendwann, nur nicht jetzt. Der Sommer bäumt sich noch einmal auf mit all seinen Kräften. Und das im September! Ich lehne mich zurück, lasse die warmen Sonnenfinger mein Gesicht streifen, sauge diese späte Luft ein und wünsche mich jetzt genau hierhin, hier an diese Stelle, in diese Zeit. Schaue beiläufig auf den abendlichen Verkehr, das Herz der Großstadt pocht wie meins bei den Worten, die meine Ohren interessiert aufnehmen und bei den Worten, die meine Lippen formen. Wieder einmal genieße ich den off- beat des Alltags. Ein paar Stunden Sonderurlaub. Das richtige und wünschenswerte Leben pulst spürbar durch meine Adern. Mehr davon. Immer wieder. Como te quiero. Gracias por todo. Verano 2009 y…hasta pronto. |
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20.09.2009 |
Song des Tages: Neil Young And Eddie Vedder - Long Road |
| Long Road |
Mehr oder weniger weite Wege sind wir gegangen, um dorthin zu kommen, wo wir jetzt sind. Jeder für sich, doch auch schon manches kleine Stück zusammen. Über Berge und durch Täler, in der Nacht und am Tag, durch Wiesen und durch Wälder, über Brücken und durch Flüsse, zu Fuß und mit dem Wagen, durch überfüllte Straßen und Leere, bei Regen und Sonne, schweigend und sprechend, rastlos und zufrieden, traurig und lachend. Jeder fragt sich, wohin die Wege von nun ab führen, heute, morgen, übermorgen. Haben wir ein Ziel? Oder mehrere? Gemeinsame? Egal, lass uns weiter ziehen. Der Weg ist lang und gut. Und ohne dich, da fehlt etwas, soviel kann ich sagen. Immer wieder. |
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13.09.2009 |
Song des Tages: George Winston - Summer's Almost Gone |
| Summer's Almost Gone |
War nicht gerade noch Sommer? Saßen wir nicht eben noch in dieser Straßenkneipe bei ein paar Bier und sprachen über die Unwegsamkeiten des Lebens? Liebe, Lust, Betrug, Rache, Stolz, Selbstbewusstsein, Selbstwert, das Ich, das Du, Vater, Mutter, Kindsein, Sandkastenspiele, Traurigkeit, Spaß, Freude, Reisen, Heim, Alter, Sonntagnachmittage, Musik, Nächte, Worte, Stille, Verluste, Ängste, Vertrauen, Sympathie, Freundschaft, Streiche, Prognosen, Neurosen, Abgründe, Beruf, Alltag, Unverständnis, Verständnis, Theater, Ansichten, Masken, Verstellung, Geständnisse, Irrungen, Wirrungen, Klarheiten, Träume, Realitäten, Freiheit, Menschen, Nähe, Ferne, Bedrohungen, Briefe, Lügen, Wahrheiten, Klarheiten, Bewunderung, Humor, Ziele, Mut, Treue, Gemeinheiten, Realitäten, Nächte, Tage, Wochen, Monate, Jahre, Enttäuschungen, Hoffnungen, Pläne, Sackgassen, Fragen, Antworten, Risiken, Verantwortung, Ausnahmen, Unterstellungen, Visionen, Schmerz, Tiefe, Höhen…Perspektiven? War da die Luft nicht eben noch lau, selbst als die Sonne schon hinter dem Häuserhorizont verschwunden war? Noch 102 Tage bis Weihnachten, 109 bis Silvester. |
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08.09.2009 |
Song des Tages: Marmalade - Reflections Of My Life |
| Reflections Of My Life |
Nicht jeder Tag hat einen Song, einige haben gleich mehrere und manchmal sitze ich da, bei einem Glas Wein oder auf einer Bank, schaue in Luft und Zeit, höre meinen inneren Puls, denke an eine sanfte Stimme, ein Paar Augen, das mich nur milde streift, um mich im nächsten Moment bis in mein Innerstes zu durchbohren, fühle mich stark und vergänglich, zielgerichtet und planlos, wünsche mir, dieses innige Lächeln auf meinen Lippen zu spüren, drifte ab in alte Zeiten, krame all meine Fantasie für die Zukunft zusammen, mache daraus ein Paket und adressiere es an mich selbst, spüre das Hier und auch das Jetzt. Und das genau dort, wo es gut tut. In meinen Ohren hallen Worte nach, schmerzender Balsam, das Herz mutiert zur tickenden Zeitbombe, das explodieren möchte vor lauter Freude, und trotzdem ist jeder Traum endlich, wenn er dann letztlich wirklich wird oder im Nichts des frühen Morgens verpufft. Aber nichts und niemand wird mich daran hindern, ihn weiter zu träumen oder ihn notfalls, im Falle des bösen Erwachens, wieder neu aufzunehmen. Eine Hand, eine Berührung, das richtige Wort an der richtigen Stelle und eine Umarmung von Kopf und Seele vor einem Hauseingang im matten Dämmerlicht eines Spätsommerabends, an dem man die Kraft der wenn auch schon längst gesunkenen Sonne immer noch bis auf die Knochen spürt. Zehren von dem, was war und ist, das Hinterfragen mancher Situation einfach mal hinten anstellen, bei sich selbst sein und gleichzeitig bei diesem jemand anders, der endlich mal nichts leichtfertig verspricht, aber alles möglich machen könnte. Das Leben dort greifen, wo es zu packen ist, jetzt und hier gleich am Schopf, genau in diesem Moment, den es nie ein zweites Mal gibt. Vertrauen in das eigene Ich und das des Gegenübers. Mancher Ballon zerplatzt, noch bevor ihm von alleine die Luft ausgeht. So bunt er auch sein mag. Es geht um unbekannte Passagen zum Glück, erweiterte Horizonte, die neues Land entdecken lassen. Den Mut, auch vom eigenen Weg immer wieder abzuweichen, das treffsicher programmierte Navigationssystem einfach mal abzuschalten und sich treiben und überraschen zu lassen, von dem, was sich auf scheinbar ungeraden Wegen so findet. Traumhafte Buchten an zerklüfteter Küste, dort, wo man sie nicht vermutet und einzigartig. Die Rose im staubigen Asphalt. Den Sonnenpalast mitten in der Eiswüste. Hab Mut, vertraue deinem Verstand, aber schaue und höre mit deinem ganzen Herzen auf das, was andere dir zu geben gewillt sind. |
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31.08.2009 |
Song des Tages: Selig - Der schönste aller Wege |
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30.08.2009 |
Song des Tages Golden Earring - Back Home |
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Back Home |
So schnell geht das, vor
vierzehn Tagen habe ich sie auch schon überquert, die Brücke der Normandie,
die es ermöglicht, trocken über die Seine- Mündung bei Le Havre zu gelangen.
Heute führt sie mich auf meiner 800 km langen Heimreise wieder hinaus aus der
Normandie, aus dem Urlaub in den Alltag. Und wieder kostet die Passage des kunstvollen, Schwindel erregenden statisch wie
architektonischen Meisterwerkes 5 Euro. Ich spüre die Kräfte, die an mir
zurren als ich langsam bergan fahre, meinen Widerwillen, den frisch gemachten
wunderbaren Erlebnissen nun sichtbar und ganz den Rücken zu kehren, mein
inneres Verweigern, mich wieder dem zu stellen, was mein tägliches Leben
ausmacht. |
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26.08.2009 |
Song des Tages: Queen Bee - Hafencafé |
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Hafencafé |
Da sitze ich in diesem Hafencafé, es ist leicht bewölkt heute, ein paar Möwen flattern vorbei, ein Ruderboot legt an, eine junge Frau steigt aus. Wie oft habe ich mich hierhin gewünscht. Nicht unbedingt direkt hierhin, in dieses Café. Es hätte auch irgendwo sonst sein können, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit. Der Kaffee schmeckt, wie Kaffee schmecken sollte. Ich bestelle gleich noch einen, dieses Mal eine große Tasse. Zufrieden lehne ich mich zurück in den Plastiksessel, atme ein paar Kubikzentimeter aus der leichten, milden Brise ein, die vom Meer kommt. Ein kleines Fischerboot tuckert in die Flussmündung hinein. Die Stille wird nur durchbrochen von Möwengeschrei und dem Zweitakter des Kutters. Es tut gut, hier zu sein. Es ist Mittwoch. Ich denke an nächste Woche. Dann wird das alles schon eine Woche zurückliegen und ich werde in diesem Café in der Kölner Südstadt sitzen, einer unglaublichen und unerhörten Geschichte lauschen, mich über diverse Dinge darin wundern und mich freuen, dort zu sein. Aber von alledem ahne nicht nur ich jetzt noch nichts... |
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16.08.2009 |
Song des Tages: The Triffids - Wide
Open Road |
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Wide Open Road |
Der Wagen steht auf dem Hof bereit, voll getankt, beladen mit dem, von dem ich denke, dass ich es brauchen werde in den nächsten 14 Tagen. Ich bin noch dabei, Musik auf die Sticks zu ziehen. Allmählich legt sich der Schalter um vom Alltagsstress in Richtung Müßiggang. So viele gute Wünsche werden mich begleiten. Lächeln, Worte, Blicke, Gesichter, Bilder, Gedanken, die ich mitnehme, dorthin, wo so manches begann in meinem Leben. Erinnerungen an Jugendtage, ein Telefonat, an pralle Sonne und klatschenden Regen. Wie schon öfter hier bemerkt: Man muss fortfahren, um anzukommen. Ich werde sie also nehmen, die breite, offene Straße, ihr folgen. Heute Abend will ich das Meer sehen, eine uralte Sehnsucht erfüllt sich endlich wieder. Am Kai sitzen, auf die ewige Brandung schauen und salzige Luft atmen. Vielleicht einen eiskalten, staubtrockenen Weißen genießen, dazu ein paar Oliven. Langsam werde ich es angehen lassen. Die Küste entlang. Einiges ist geplant, das Meiste allerdings offen. So lasse ich mich treiben, von hier nach da, vom Jetzt in den Morgen. Doch nicht ohne die gute Erinnerung an Gestern. |
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15.08.2009 |
Song des Tages: Tine Bruhn - I Feel
Like Makin' Love |
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14.08.2009 |
Song des Tages: Selig - Du siehst gut aus |
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13.08.2009 |
Song des Tages: The Kinks - Days |
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12.08.2009 |
Song des Tages: The Cure - Pictures Of
You |
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11.08.2009 |
Song des Tages: Kate Rusby - You Belong
to me |
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10.08.2009 |
Song des Tages: Lightnin' guy & the
mighty gators - Do that boogie |
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09.08.2009 |
Song des Tages: Harriet
Lewis & Gregor Hilden - Doctor Feelgood |
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08.08.2009 |
Song des Tages: Harriet Lewis &
Gregor Hilden - Addicted to love |
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07.08.2009 |
Song des Tages: Pearl Jam - Wishlist |
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06.08.2009 |
Song des Tages: The Plateros - Without You |
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05.08.2009 |
Song des Tages: Pearl Jam - Nothing As
It Seems |
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04.08.2009 |
Song des Tages: Bachman Turner
Overdrive - Takin Care Of Business |
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03.08.2009 |
Song des Tages: Jimmy Buffett - Hey
Good Lookin' |
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02.08.2009 |
Song des Tages: U2 - Mysterious Ways |
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Mysterious Ways |
Mancher Weg scheint sich ziellos durch die Geografie zu schlängeln, zum Versickern im Niemandsland verurteilt, während große ausgetretene Straßen einen Punkt mit dem anderen so offensichtlich und direkt verbinden. Viele oder gar alle Wege führen ja bekanntlich nach Rom. Zum Ziel. Manches Tun und Verhalten - Eigenes wie Fremdes - erscheinen indes unlogisch und zielabgewandt: Freude und Verwirrung geben sich die Hand. Was soeben noch verständlich und klar scheint im nächsten Moment schon wieder m Meer der Ungereimtheiten zu ertrinken. Atemberaubende Zickzack- Kurse werden durchlaufen. Nichts ist wie es scheint und nichts scheint wie es ist. Serpentinen bergan, Serpentinen bergab. Ebbe und Flut im gezeitigen Wechsel. Ein Lächeln, ein Blick, Worte, ein gleichzeitiges Nein und Ja. Ein übermütiges Galoppieren durch Zeit und Raum. Atempausen. Junge Pferde, alte Füchse. Alles bleibt verblüffend spannend und lebendig und gibt der Tristesse keine Chance. Gerade Wege können so langweilig sein. Wenn wirklich der Weg das Ziel ist, dann wandert dieses eben mit. Heute hier, morgen da. Heute so, morgen so. Leben. Eben. |
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01.08.2009 |
Song des Tages: The Rutles - I Must Be In Love |
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31.07.2009 |
Song des Tages: Gordon Lightfoot - If
You Could Read My Mind |
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30.07.2009 |
Song des Tages: Tab Benoit & Jimmy
.Thackery - These Arms Of Mine |
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29.07.2009 |
Song des Tages: Andrew Strong - Try a
Little Tenderness |
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28.07.2009 |
Song des Tages: Gianna Nannini - Bello e impossibile |
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27.07.2009 |
Song des Tages: The Doors - Light My
Fire |
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26.07.2009 |
Song des Tages: The Marmelade - Rainbow |
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Rainbow |
Ein immer gerne gesehenes Naturschauspiel: Das gesamte Farbspektrum formt sich zu einem Bogen. In vielen Kulturen gilt der Regenbogen als mythisches Symbol. Und einige machen sich auf, das Glück an seinen Enden zu finden. Das ist gar nicht so einfach, zunächst steht wieder einmal eine Entscheidung an, nämlich die, zu welchem Ende des Bogens man sich hinwendet. Ganz schwierig bei Doppelbögen. Aber auch schon der einfache Regenbogen macht es einem nicht gerade leicht. Er lässt sich erst gar nicht greifen. Je weiter man sich streckt, umso weiter entfleucht er. Das macht das Finden des Glücks nicht eben einfacher, selbst wenn man sich einmal für einen der winkenden Glückstöpfe entschieden hat. Beim Glück gibt es auch ein ganzes Spektrum von Farben, aber es ist nicht fassbar und schon gar nicht auf Dauer haltbar, so schillert es in all seinen Facetten für den einen oder anderen Augenaufschlag, dann entschwindet es wieder und macht der Sehnsucht Platz, es bald wieder zu finden. Regen und Sonne müssen eben auf einander treffen. So wie so oft in diesem Sommer. Regenbogen, es ist immer wieder wunderbar, dich zu sehen. |
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25.07.2009 |
Song des Tages: The Cure - Friday I'm
In Love |
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24.07.2009 |
Song des Tages: Jimmy Lafave - When I See You Again |
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23.07.2009 |
Song des Tages: Bob Dylan- Feel A
Change Comin' On |
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22.07.2009 |
Song des Tages: Ripoff Rashkolnikov -
Early Days |
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21.07.2009 |
Song des Tages: Tom Waits - Take Me
Home |
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20.07.2009 |
Song des Tages: Peter Gabriel - In your Eyes |
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19.07.2009 |
Song des Tages: Nine Below Zero -
Walking By Myself |
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Walking By Myself |
Irgendwie immer noch im Jetlag von diesem wunderbaren Abend gestern in Luxemburg, noch immer voll von diesen vielfarbigen Eindrücken und Begegnungen dieser Blues & Jazz Rallye 2009 in einer der schönsten Hauptstädte, die ich kenne. Idyllisch so an Ufern des Flüsschens Alzette entlang zu wandeln, die alten Befestigungsanlagen zu sehen und trotzdem sich in einer modernen Metropole zu wähnen. „Allein macht das alles nur halb so viel Spaß.“ Ich muss schmunzeln, als mir dieser Satz wieder durch den Kopf geht. Ja, das stimmt, aber so richtig alleine bin ich ja gar nicht. Auch hier in dieser Stadt etwa 200km von zu Hause treffe ich immer wieder Bekannte. Das ist schön so und tut gut. Amazing. Und obwohl der Beifahrersitz leer ist, fährt auch später in der Regen getränkten Nacht immer jemand mit - in Gedanken driften wir gemeinsam in den Wolken verhangenen Sonntagmargen. Alles Drumherum wird zur Nebensache. Und diese Gedanken setzen sich fort in den Traum, der mich erreicht, übergangslos, so etwa gegen sechs Uhr heute früh. Auch durch ihn gehe ich nicht allein. Deshalb ist er doppelt so schön… |
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18.07.2009 |
Song des Tages: Fiona Apple - I know |
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17.07.2009 |
Song des Tages: Kate Rusby - Who Knows
Where The Time Goes |
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16.07.2009 |
Song des Tages: Kate Rusby - Underneath the stars |
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15.07.2009 |
Song des Tages: Van Marrison - Browm
Eyed Girl |
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14.07.2009 |
Song des Tages: Charlie and Layla
Musselwhite - In Your Darkest Hour |
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13.07.2009 |
Song des Tages: Steppenwolf - Feed The
Fire |
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12.07.2009 |
Song des Tages: Janis Joplin - Summertime |
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Summertime |
Der Sommer macht eine kleine Pause. Die Temperaturen und Regen sind gefallen. Und Letzterer bisweilen nicht zu knapp. Zeit zum Verschnaufen. Zum Innehalten. Zum Durchatmen. Ich nutze diese Zeit, um aufzuräumen, zuviel ist liegen geblieben, zuviel ist unerledigt. Mails, die auf Antwort warten. Kleinere Reparaturen. Papiere abheften. Ein paar Bilder aufhängen. Ich wollte doch immer schon…noch… Ja, dafür ist jetzt endlich einmal etwas Raum. Nur eine Pause. Danach geht’s ja weiter. Die Gedanken kommen weniger zur Ruhe. Die Gefühle auch nicht. Aber es ist doch Sommerzeit und das Leben ist leicht, die Fische springen und in Ermangelung an Baumwolle steht hier das Korn schon hüfthoch. Zeit, um Ruhe zu bewahren. Die Ruhe, die sich lange rar gemacht hatte. Und ich wandele durch diese Zeit so unbeschwert und gelassen wie schon lange nicht mehr. Denke an dies und das. An Menschen, die mir nahe und wichtig sind. Mich verstehen. An mich denken. Und spüre das Leben. Sommerzeit. |
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11.07.2009 |
Song des Tages: Jorma Kaukonen - Genesis |
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10.07.2009 |
Song des Tages: Bruce Springsteen -
Working On A Dream |
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09.07.2009 |
Song des Tages: Barzin - Nobody Told Me |
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08.07.2009 |
Song des Tages: Tom Waits - I Hope I
Don't Fall In Love With You |
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07.07.2009 |
Song des Tages: Jackson Browne,Linda
Ronstadt with Eagles - Take It Easy |
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06.07.2009 |
Song des Tages: John Mayer & Martin
Sexton Can't Stop Thinking Bout You |
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05.07.2009 |
Song des Tages: Selig - Wir werden uns wieder sehen |
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Wir werden uns wieder sehen |
Die letzte Woche steckt mir noch schwer in den Knochen. Es ist Zeit für etwas Leichtes, Unbeschwertes. Das wunderbare Sommerwetter an diesem gestrigen Samstag bietet zusammen mit der Bonner Rheinaue vor dem Siebengebirge die adäquate Kulisse. Weit über einhunderttausend Menschen wuseln über die Wege, Rasenflächen und Hügel. Die Julisonne strahlt wohltemperiert, ein paar wenige Wolkenbäuschchen setzen weiße Tupfer ins himmlische Blau. Nichts ist mehr zu spüren von der drückenden Schwüle der letzten Tage. Aus allen Ecken pumpen Bässe, wummen Trommeln, schrillen Gitarren, wabern elektronische Klänge und versorgen uns Stimmen mit diversen Botschaften. Dazwischen wir Beide, manchmal etwas ratlos, verloren, kopfschüttelnd, krittelnd, lachend und immer bei bester Laune. Dann finden wir endlich den Platz auf dem Hügel, hier entfalten wir die Picknickdecke, lassen uns nieder und haben freien Blick auf die Blaue Bühne und auf hunderte von Menschen davor und auf den Kran, der im Minutentakt einen Käfig hinaufzieht, aus dem sich dann einer mit den Füßen am Bungee- Seil adrenalingetränkt kopfüber in die Tiefe stürzt. Nun ja, wer's braucht.. Umbaupause auf der Bühne. Zeit zum Lästern und Lachen, Reden und Zuhören. Ein perfekter Tag. Besser gesagt Abend. Verstohlen postiert sich der angehende Vollmond im Panorama rechts vom Drachenfels in den Abendhimmel. Bilderbuch und Postkarte zugleich. Die Hamburger Band Selig bietet nun den Soundtrack dazu. Trotz der Entfernung von Luftlinie etwa fünf- bis sechshundert Metern zur Bühne ist die Musik gut vernehmbar, Jan Plewka’s Stimme deutlich und markant. Und gleich zweimal gibt es den Song, der den einen in die Gröhlkehlen und den anderen ins Gemüt fährt: «Wir werden uns wieder sehen». So ist es. Und so soll es sein. Im Bald und Demnächst. Und ich freue mich darauf. Schon jetzt.
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04.07..2009 |
Song des Tages: Elvis Costello & Lou
Reed: Perfect Day |
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03.07..2009 |
Song des Tages: Nick Drake - Tomorrow
is a long time |
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02.07..2009 |
Song des Tages: Ronnie Wood & Keith
Richards - I Can Feel The Fire |
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01.07..2009 |
Song des Tages: Tina Dico - Count To
Ten |
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30.06..2009 |
Song des Tages: The Rolling Stones -
She said yeah |
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29.06..2009 |
Song des Tages: The Beatles - Got to
get you into my life |
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28.06..2009 |
Song des Tages: Pearl Jam -
Indifference |
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27.06..2009 |
Song des Tages: Chet Baker - Let's Get
Lost |
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Let’s get lost |
Eine kleine Reise durch die Zeit und durch den Raum, von jetzt nach gleich, von hier nach da, an einem Freitagnachmittag im Juni. Worte, Gedanken, Fragen, laut vernehmliche und leise pochende. Und die angenehm spürbare Gewissheit, nicht alleine über diesen mir nur allzu bekannten Asphalt zu schweben. Das Summen des Motors ist weit in den Hintergrund gemischt. Ich höre eine leichte Verspannung in meinen Worten, verhaspele mich hier und da. Setze an zum Überholen eines niederländischen LKW, fädele mich sofort wieder vor ihm ein. Nichts veranlasst mich zur Eile. Die Strecke halbiert sich sowieso unversehens und kaum spürbar, schrumpft auf ein seltsames Minimum herab. Von mir aus könnten wir jetzt weiter fahren in den Sonnenuntergang, durch die Nacht, bis zum Morgengrauen bis nach Egalwohin. Später am Abend stehe ich auf dieser Dachterrasse blicke in den Himmel, Wolken ziehen träge über diese große Stadt, ein Flugzeug im Landeanflug durchquert diagonal mein Blickfeld. Ich lehne am Geländer und spüre ein zufriedenes Lächeln über meine Lippen huschen. Ein leichter, lauer Abendwind streift mein Gesicht. Gemurmel im Hintergrund. Schattenspiele. Ich bin im Hier und Jetzt, ganz bei mir und auch ein wenig ganz woanders. Soll es mich doch ruhig genau dorthin treiben... Von mir aus gerne. Ja, nur zu! Let’s get lost. |
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26.06..2009 |
Song des Tages: Simon & Garfunkel -
Sound Of Silence |
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25.06..2009 |
Song des Tages: Eddie Cochran - Hearts
of stone |
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24.06..2009 |
Song des Tages: Robert Plant - If I
were a Carpenter |
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23.06..2009 |
Song des Tages: Stacey Kent - Isn't
This A Lovely Day? |
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22.06..2009 |
Song des Tages: Ripoff Raskolnikov - Near Miss |
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21.06..2009 |
Song des Tages: Melody Gardot - Some
Lessons |
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Some Lessons
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Es stinkt nach Gülle, das bedeutet Regen. Das Leben auf dem Lande hat so seine Zeichen. Wir sind mitten im Juni und die Weiden sind bräunlich jauchegetränkt. Darauf grasen dann nichts ahnend die Kühe und geben uns die ach so gesunde Milch. Eine Lektion in puncto Recycling. Im Iran spricht man derweil von Wahlbetrug und damit dem alten wie neuen Präsidenten seine angeblich wieder erlangte Macht ab. Krawalle, brennende Barrikaden in Teheran, Verletzte und Tote. Und dabei ist Demokratie doch nicht verhandel- oder deutbar. Wer ist das Volk? Wer hat die Macht? Lektionen in puncto Grundrechte. Und ich? Ich sehe im leicht Wolken verhangenen Osten die Sonne schwach aufgehen, nur allmählich wird es hell. Es ist wieder Sonntag und morgen ist dann wieder Montag und der Trott beginnt von vorn. Meine Gedanken schweifen dahin und dann dorthin, schwer zurück und leicht nach vorn. Sehen das, was war in der letzten Zeit, den letzten knapp drei Jahren und verinnerlichen die Lektionen, die ich hier erfahren musste und ich stelle mir die Frage, ob ich daraus lernen werde. Macht es mich bitterer? Macht es mich härter? Macht es mich hellhöriger und umsichtiger? Kritischer? Wählerischer? Oder gar ängstlicher? Dann sehe ich in der Ferne ein Paar Augen, ein Lächeln und höre eine Stimme. Eine Hand winkt mich heran. Leise. So wage ich doch wieder einige Schritte nach vorn. Warum auch nicht? Ja. Langsam. Lektionen in puncto Leben. |
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20.06..2009 |
Song des Tages: Ben Harper - Two Hands
Of A Prayer |
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19.06..2009 |
Song des Tages: Judy Wright - Whats
Left of my Mind |
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18.06..2009 |
Song des Tages: Jimmy LaFave - Walk a Mile in My Shoes |
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17.06..2009 |
Song des Tages: Judy Wright - Don't
Worry |
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16.06..2009 |
Song des Tages: Raphaël & Jean Louis Aubert - Sur La Route |
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15.06..2009 |
Song des Tages: Susan Tedeschi - Little
By Little |
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14.06..2009 |
Song des Tages: Lucinda Williams - Are
You Alright? |
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13.06..2009 |
Song des Tages: Peter Gabriel - Come
Talk To Me |
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Come Talk To Me |
«How are you, man?»
stand in der Mail aus Mailand und «I hope life’s treating you well!!»,
in der aus irgendwo in Finnland. «Mir geht’s gut, das Leben behandelt mich auch entsprechend.» Das habe ich den beiden befreundeten Menschen geantwortet. Meldungen aus der Ferne, die einem kleine Freudensblitze ins Herz bescheren, weil jemand an einen denkt und sich interessiert. Heute war ich nicht einkaufen, habe lieber einige klare Worte gesucht und auch gefunden auf der einen und mir wieder klare Worte verkniffen auf der anderen Seite, auf der zur Zeit sowieso alles im Nebel der Funkstille verpufft. «Der Rest ist Schweigen.» Hamlet’s letzte Worte, sie treffen schmerzlich da, wo heute Wortlosigkeit herrscht und anfangs einmal jedes Wort schon ein Feuerwerk entfachte. Schade und traurig und nicht nachvollziehbar, wie sich mancher Rest darstellt. Aber so soll es wohl sein. Doch, das Leben ist gut zu mir, mal wieder, die Einladung für den August in die Bretagne steht und ich werde sie gerne annehmen. Mal raus hier aus den eingetretenen Pfaden und Wegen, die augenscheinlich ins Nichts führen. Zu neuen und gleichzeitig altbekannten Ufern. Wieder das Meer sehen, die salzige Luft schmecken, neue Menschen kennen lernen. Den Horizont erweitern. Und Musik, Musik, Musik. Ich freue mich so sehr darauf. Vorher geht’s noch nach Luxemburg, ebenfalls ein Anlass zur Freude. Der Wandel zum Besseren findet also wirklich statt und wirft verschiedene verheißungsvolle Schatten voraus. Gut so. Und falls die Schleier des Schweigens sich auch noch lüften sollten, dann gib dir einen Ruck und sprich mit mir! Schreiben würde für den Anfang auch schon reichen... |
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12.06..2009 |
Song des Tages: Barbara Lynn - You'll
Lose A Good Thing |
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11.06..2009 |
Song des Tages: Bob Dylan - A Change Is
Gonna Come |
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10.06..2009 |
Song des Tages: Jimmy LaFave - When I
See You Again |
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09.06..2009 |
Song des Tages: Cindy Lauper - True
Colors |
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08.06..2009 |
Song des Tages: Eva Cassidy - Time
After Time |
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07.06..2009 |
Song des Tages: Jason Ricci - Broken Toy |
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06.06..2009 |
Song des Tages: Tom Waits-The Heart Of
Saturday Night |
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05.06..2009 |
Song des Tages: Buddy Whittington -
Standing On Shaky Ground |
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04.06..2009 |
Song des Tages: Jimmy
Page & Robert Plant: Since I've Been Loving
You |
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03.06..2009 |
Song des Tages: A Fine Frenzy - Almost
Lover |
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02.06..2009 |
Song des Tages: Kate Rusby - Who Will Sing Me Lullabies |
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01.06..2009 |
Song des Tages: Vaya Con Dios - Don't
Deny Me |
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Don't Deny Me |
Es dauert eben, bis der Schmerz ankommt im Hirn, im Bewusstsein. Man weiß bereits um die Verletzung und man weiß, dass er sich bald darauf einstellt, der Schmerz. Aber der Schmerz allein genügt, ich will mir nicht auch noch stundenlang die Wunde ansehen. Der Schmerz ist präsent, ich akzeptiere ihn, lasse mich von ihm aber nicht dominieren. Was ist, das ist. Alles, was ich getan habe, um es zu ändern bleibt ohne Resonanz. Der Rest ist Schweigen. Traurig. Aber wahr. Ich habe gerade einige Zeit im Garten verbracht und mich an der Pfingstmontagswärme erfreut, im Liegestuhl ein Glas spanischen Weißweins neben mir. Dazu die fabelhafte neue CD von Bob Dylan gehört und beschlossen, dass «I Feel A Change Comin On» von nun an mein Lieblingslied dieses Silberlings ist und somit «Life Is Hard» ablöst. Den neuen Favoriten habe ich auf Autoreplay gestellt. Selten habe ich Dylan einen Song so relaxt singen hören, wie diesen. Laid back. So wünsche ich mich allmählich in das Land, in dem die Zitronen blühen und grübele darüber nach, wen ich lieber dort sehen würde, wo der Pfeffer wächst. Aber das wäre zu böse. Oder? Und gleich brate ich mir Auberginenscheiben in meiner neuen Grillpfanne. Vaya con dios. |
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31.05..2009 |
Song des Tages: Bjørn Berge - Ruphus |
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30.05..2009 |
Song des Tages: Bjorn Berge - Antipop |
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29.05..2009 |
Song des Tages: Otis Redding - Try A
Little Tenderness |
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28.05..2009 |
Song des Tages: Francis Cabrel - Le Reste Du Temps |
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27.05..2009 |
Song des Tages: Martin Simpson - She
Slips Away |
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26.05..2009 |
Song des Tages: Small Faces - Talk To
You |
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25.05..2009 |
Song des Tages: Eric Clapton - Sunshine
Of Your Love |
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24.05..2009 |
Song des Tages: Bob Dylan - Not Dark Yet |
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Not Dark Yet |
Nein, noch ist es nicht dunkel. Aber es wird dunkler Mal für Mal. Beinahe verschämt blitzt hier und da noch Licht hindurch. Der einst blaue Himmel hält sich längst bedeckt. Wolken umranken Gefühle aus vergangenen Tagen. Sie sind lebendig immer noch, der Abstumpfung überlassen. Der Rost nagt an all den guten und wahren Worten und den freudigen Versprechungen, um sie zusehends dem trostlosen Nichts preiszugeben. Wir nahmen die stählerne Brücke über den großen, breiten Strom, doch das zarte Pflänzchen hatte auf der anderen Flussseite nicht die geringste Chance zu gedeihen und zu überleben. Nein, noch ist es nicht dunkel. Noch nicht ganz. Eine Hand ist ausgestreckt, doch auch sie wird müder und schwerer Tag für Tag. Wenn nicht bald die andere sie ergreift, wird letztlich auch sie schmerzend sinken. Warten auf einen Brief, auf Worte, wie immer wohl gewählt und aneinander gereiht. Auf eine Stimme, sanft und weich. Aber die Schatten fallen, die Narben bleiben und Seelen überziehen sich mit Panzern, um zu überleben. Irgendwie. Nein, noch ist es nicht dunkel. Noch nicht ganz... |
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23.05..2009 |
Song des Tages: Romi Mayes - Can't Get
You Off Of My Mind |
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22.05..2009 |
Song des Tages: Cherry Ghost - "4am" |
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21.05.2009 |
Song des Tages: Ian Parker - Waste My
Days |
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20.05.2009 |
Song des Tages: Black Velvet with John
McSherry - May Morning Dew |
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19.05.2009 |
Song des Tages: Andy Irvine - Never
Tire of the Road |
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18.05.2009 |
Song des Tages: Planxty - As I Roved
Out |
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17.05.2009 |
Song des Tages: Ian Parker - It Hurts A Man |
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16.05.2009 |
Song des Tages: Johnny Winter - Johnny
Guitar |
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Johnny Guitar |
Es gibt Beziehungen, die halten ewig. Ich habe deren mehrere. Eine davon ist die Musik. Und die Musik, die ich mag, hat sich geschmacklich wie stilistisch festgesetzt so Ende der 60- er, Anfang der 70- ger. So komme ich auch immer wieder auf deren Interpreten zurück. Fossile einer vergangenen, wenn auch immer noch nicht verklärten Zeit. 1971 kaufte ich mir im Monoprix in St. Brieuc in der Bretagne eine LP von Johnny Winter und seiner damaligen Band And. Es war dieses Live- Album mit Johnny’s klassischem Schrei „Rock’n’ Roll“ als Einleitung zu «Johnny B. Goode». Dieses Album und dieser Künstler sind immer noch Favoriten in meinem Leben. Jetzt habe ich Johnny wieder live gesehen, er mag gemessen an damals ein Schatten seiner selbst sein, für mich ist und bleibt er einer der ganz, ganz Großen. Ich stand ihm sogar gegenüber und konnte ein paar Worte mit ihm sprechen. Er gab mir seine Hand und gratulierte mir zum Geburtstag. Ein unvergesslicher Augenblick, etwas, was ich nie geträumt habe. Und das geht in Erfüllung, einfach so, so leicht, so kampf- und krampflos. Danke an Johnny und an alle, die an mich gedacht haben an diesem Tag, an dem man selbst über so einiges nachdenkt, über das, was war, ist und sein könnte. Danke für die Anrufe, SMS und Mails, danke für die lieben und persönlichen Worte, die manche fern von den üblichen Stanzen gefunden haben. Danke auch für das Seneca- Zitat, das ich mir schon längst zu Eigen gemacht hatte: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen." So ist es schade um die nicht wiederbringbare Zeit, die wir nicht genutzt haben, weil das aktuell Greifbare immer wieder auf ein Bald oder ein Demnächst aufgeschoben und schließlich jetzt auf Sankt Nimmerlein datiert wurde. Mehr als schade. |
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15.05.2009 |
Song des Tages: Johnny Winter - Rock Me Baby |
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14.05.2009 |
Song des Tages: Stephen Bruton -
Getting Over You |
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13.05.2009 |
Song des Tages: Barry McCabe - Crazy
Love |
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12.05.2009 |
Song des Tages: Nina Simone - Who knows where the
time goes |
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11.05.2009 |
Song des Tages: Johnny Cash - One |
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10.05.2009 |
Song des Tages: Jackson Browne &
David Lindley - These Days |
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09.05.2009 |
Song des Tages: Venice - The Road To
Where You Are |
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08.05.2009 |
Song des Tages: Delta Moon - Are You
Lonely |
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07.05.2009 |
Song des Tages: The Rolling Stones -
Let It Bleed |
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06.05.2009 |
Song des Tages: Keith Jarrett -
Somewhere Over the Rainbow |
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Somewhere Over The Rainbow |
Zeit, Abschied zu nehmen. Nach 15 Jahren. Bye Hannes, mach’s gut, mein Lieber, dort, wo du jetzt bist. Da irgendwo über dem Regenbogen. Du wirst mir fehlen. |
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05.05.2009 |
Song des Tages: The Rolling Stones -
That's How Strong My Love Is |
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04.05.2009 |
Song des Tages: Ian Parker - With Or
Without You |
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03.05.2009 |
Song des Tages: Jack de Keyzer - When
You Got a Good Friend |
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02.05.2009 |
Song des Tages: Ben Harper - Life line |
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01.05.2009 |
Song des Tages: Cathryn Craig and Brian
Willoughby - Walk Slowly Through This Life |
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Walk Slowly Through This Life |
Ja, manche Fragen brauchen keine Antworten, auf so manches kann man sich keinen Reim machen. Manche Reisen dauern ewig, manche sind viel zu schnell zu Ende. Das Leben ist eine Straße und kein Rennen. Sich Zeit nehmen, um gemächlich durch dieses Dasein zu wandern, alle Sinne offen, um das aufzusaugen, was einen weiter bringt auf der Achterbahn des Lebens, weil es einem wichtig ist. Den Schritt verlangsamen, innehalten. Spüren, was noch übrig geblieben ist, von dem Guten aus vergangenen Tagen, das hat man sicher und unwegnehmbar wenigstens in der Erinnerung, es sei denn die Schatten des Vergessens machen sich doch noch breiter und breiter. Mancher Schritt nach vorn ist schmerzlich immer noch und immer wieder, weil einst innig befreundete Wege unaufhaltsam auseinander laufen und Heimaten sich verlieren. Was einmal sehr vertraut, entfremdet sich ohne mein Zutun. Ich sehe machtlos zu, kann aber nicht einfach die Schultern zucken über die verordneten Realitäten, in denen mir nicht einmal mehr zwei Minuten Gehör geschenkt werden. Selbst wenn alles von Anfang an falsch gewesen wäre, hätte es nicht dieses chronisch schmerzende Ende verdient. Innige Freundschaft. Wo bist du? Schweigend schüttele ich leicht den Kopf und schaue nach vorn. Und gehe langsam weiter durch dieses Leben. |
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30.04.2009 |
Song des Tages: John Mayer - Free
Fallin' |
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29.04.2009 |
Song des Tages: Big Daddy Wilson &
Doc Fozz - Walk a mile in my Shoes |
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28.04.2009 |
Song des Tages: Bruce Cockburn - Spring Song |
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27.04.2009 |
Song des Tages: Bruce Cockburn -
Different When It Comes To You |
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26.04.2009 |
Song des Tages: Barry Mc Cabe and Danny
Vlaspoel - I'll Admit You're Gone |
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25.04.2009 |
Song des Tages: Holly Golightly -
Slowly But Surely |
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24.04.2009 |
Song des Tages: Greenhorns - There Is
An End |
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23.04.2009 |
Song des Tages: Dana Fuchs Band - Strung Out |
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22.04.2009 |
Song des Tages: Dana Fuchs Band - I'd Rather Go Blind |
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21.04.2009 |
Song des Tages: Blues Brothers -
Everybody Needs Somebody |
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20.04.2009 |
Song des Tages: The Allman Brothers
Band - You Don't Love Me |
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19.04.2009 |
Song des Tages: Tad Robinson Band feat.
Alex Schultz - My Love Is Real |
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18.04.2009 |
Song des Tages: Joan Armatrading - Down To Zero |
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17.04.2009 |
Song des Tages: Bob Dylan - Love Minus Zero/No Limit |
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16.04.2009 |
Song des Tages: Holly Cole Trio -
Calling You |
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15.04.2009 |
Song des Tages: Kelly Joe Phelps -
Piece by Piece |
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14.04.2009 |
Song des Tages: Roy Buchanan - Sweet Dreams |
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13.04.2009 |
Song des Tages: Danny Gatton & Tom
Principato - I'm On Fire |
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11.04.2009 |
Song des Tages: Holly Cole - Looking
For The Heart of Saturday Night |
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10.04.2009 |
Song des Tages: Tom Waits - Watch Her
Disappear |
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09.04.2009 |
Song des Tages: The Church - Under The
Milky Way |
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Under The Milky Way |
Schaut man hinauf zum Himmel, zur Milchstraße, in klaren Nächten, sieht man unzählige Sterne. Der Blick verliert sich leicht. Macht man sich die Mühe, genauer hinzusehen, bemerkt man sogar Unterschiede im Funkeln, im Leuchten, in der Färbung. Wie alles ist es eine Frage der Aufmerksamkeit, die man etwas oder jemandem schenkt. Unter Nichtbeachten verkommt jeder Stern zum schwarzen Loch, verliert er an Bedeutung. Alles, was einmal hell schien, stumpft ab bis hin zur Bedeutungslosigkeit. Also sieh wieder hin und wende dich nicht ab, es gibt Sterne, die leuchten auch für dich. Immer noch. Immer wieder. |
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08.04.2009 |
Song des Tages: Joanne Shaw Taylor -
Kiss the Ground Goodbye |
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07.04.2009 |
Song des Tages: Vivaldi - Frühling |
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06.04.2009 |
Song des Tages: Connie Lush & Blues Shouter -
Keep Me Hangeing On |
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05.04.2009 |
Song des Tages: Sean Carney Band - What Can I Say |
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04.04.2009 |
Song des Tages: Brother Yusef -
Power Of The Blues |
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03.04.2009 |
Song des Tages: Joanne Shaw Taylor -
Time has come |
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02.04.2009 |
Song des Tages: Deborah Coleman - The
Dream |
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01.04.2009 |
Song des Tages: Sofai - Les belles choses |
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Les Belles Choses |
Es ist wirklich
kein Aprilscherz. An diesem 1. April 2009 erbarmt sich die Sonne endlich ein
erstes Mal derart wärmend nach all der kalten und nassen Zeit, dass man
draußen sitzen, einen Kaffee schlürfen, den anderen Leuten bei ihrer guten
Laune zusehen, mit den Nachmittag den Frust des Vormittags vergessen und sich
nach und nach auf den Abend freuen kann, der wieder einmal voller netter
Begegnungen und Gespräche und toller Musik sein wird. Bis dahin die
berühmte Fünf einmal gerade sein zu lassen, das Gläschen eiskalten,
staubtrockenen, französischen Weißweins und die dazu gestellten Oliven zu
genießen, während Hunderte in ihren Autos durch die Stadt rollen, ihrem
Feierabend entgegen.
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31.03.2009 |
Song des Tages: Eric Sardinas - 8 Goin' South |
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30.03.2009 |
Song des Tages: Bob Dylan - Most Likely
You Go Your Way (And I'll Go Mine) |
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29.03.2009 |
Song des Tages: Erja Lyytinen - Unreachable |
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Unreachable |
Die
Hand greift ins Leere, nur der eigene Atem ist hörbar. Ein Geist durchwandert
die Träume. Du bist nicht da, du bist zu weit weg. Unerreichbar. Diese
Entfernung misst man nicht in Kilometern. Die Welt dreht und dreht, die Zeit
läuft und läuft. Die vertraute Stimme dringt nicht mehr an mein Ohr, das
geliebte Lächeln huscht nicht mehr in meine Augen, ich weiß nicht mehr, was
dich bewegt, du willst nicht hören, was mich umtreibt, wir werden uns fremder
von Tag zu Tag, die Nächte sind hohl, kalt und schwarz, Worte fehlen und das
Schweigen hat immer noch ein Thema. Ich könnte schreien und du würdest dir
die Ohren zuhalten. Ein Angesicht zu Angesicht findet nicht statt. Selbst die
letzte als funktionierend bekannte gemeinsame Ebene scheint verlassen und
verwaist zusehends. Mich schmerzt es, das alles dem Verfall überlassen zu
müssen. Rien ne va plus - Nichts geht mehr. Ein trauriger Zug, der
nicht mehr rollt, er dämmert längst und vergessen auf dem Abstellgleis, das
allmählich zuwuchert. Die Weichen sind verstellt, sie werden einrosten nach
und nach, die Signale stehen alle auf rot. No go. No way. No hope. |
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28.03.2009 |
Song des Tages: Oli Brown Band - Love's
Gone Cold |
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27.03.2009 |
Song des Tages: Kate Rusby - Who Will Sing Me Lullabies |
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26.03.2009 |
Song des Tages: Sara K.& Chris
Jones: Would You Break My Heart |
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25.03.2009 |
Song des Tages: The Rolling Stones -
Miss You |
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24.03.2009 |
Song des Tages: Bob Seger - Still The
Same |
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23.03.2009 |
Song des Tages: Bruce Springsteen - Long Time Comin' |
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22.03.2009 |
Song des Tages: Fleetwood Mac - Coming
Your Way |
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Coming Your Way |
«Wo befreundete Wege zusammenlaufen, da sieht die ganze Welt für eine Stunde wie Heimat aus.» Diesen Satz von Hermann Hesse hat mir mal ein mir sehr lieber Mensch als Widmung in ein Buch geschrieben, das er mir geschenkt hat, als unsere Wege gerade zusammenliefen. Und so war es dann auch. Es war das schöne Gefühl angekommen zu sein, nach all den Irrungen und Wirrungen, den Mühsalen und Entbehrungen. Solche Begegnungen sind wichtig im Leben. Unverzichtbar. Dafür muss man hinaus in die weite Welt. Nein, man kann wahrlich nicht zu Hause sitzen bleiben, vor allem die Augen verschließen, den Kopf in den Sand stecken, anderes und andere negieren. Und solange Menschen bereit sind, sich auf einander einzulassen, sich dem anderen zu öffnen trotz aller Risiken des Verletztwerdens, werden sie sich gegenseitig Momente des Glücks bescheren. Aus Begegnungen werden Augenblicke der leisen, schwebenden Magie, des Ausgesprochenen und des Nichtausgesprochenen. Die äußere Nähe verschmilzt mit der inneren Nähe, die auch dann weiter besteht, wenn die äußere Nähe längst wieder aufgelöst ist. Solche Momente sind so wertvoll wie sie selten sind, jeder für sich einzigartig, nachhaltig. Sie offenbaren den unverbaubaren Blick auf eine innere Schönheit, die uns sonst auf ewig verborgen bliebe. Diesen Blick möglichst lange zu bewahren, ist ein hohes Gut, das wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollten. Eine Heimat gefunden zu haben, heißt frei atmen, leben und lieben zu können. Und es tut immer wieder gut, von anderen daran erinnert zu werden. Und um es mit Max Frisch zu sagen: «Heimat sind die Menschen, die wir verstehen und die uns verstehen..» |
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21.03.2009 |
Song des Tages: John Mayer and Eric
Clapton - Crossroads |
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20.03.2009 |
Song des Tages: Nick Drake - Time Of No
Reply |
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19.03.2009 |
Song des Tages: Thin Lizzy - Still in
love with you |
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18.03.2009 |
Song des Tages: Doll By Doll - Main
Travelled Roads |
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17.03.2009 |
Song des Tages: David Crosby -
Thousand Roads |
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16.03.2009 |
Song des Tages: Tom Principato & Steinar Gregertsen - Sleepwalk |
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15.03.2009 |
Song des Tages: Katie Melua - On The
Road Again |
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14.03.2009 |
Song des Tages: Jim
Croce - Time in a Bottle |
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13.03.2009 |
Song des Tages: Erja Lyytinen - Change of Season |
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12.03.2009 |
Song des Tages: The Kelly Richey Band -
My Baby's gone Crazy |
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11.03.2009 |
Song des Tages: Travis -Why Does It Always Rain On
Me |
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10.03.2009 |
Song des Tages: John Mellencamp - Your
Life Is Now |
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09.03.2009 |
Song des Tages: Bob Dylan - A Change Is
Gonna Come |
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08.03.2009 |
Song des Tages: The Rolling Stones -
The Last Time |
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The Last Time |
Die Tür machte leise „Klack“ und fiel ins Schloss. Der Knall in seinem Inneren war weitaus lauter. Für einen Moment überlegte er noch. Nein, ihre Ansage war deutlich und klar gewesen. Die Beine weigerten sich bleiern, die Füße nach vorne zu bewegen. Die Aufzugstüren standen weit offen. Er nahm dies am Rande wahr, setzte seinen Weg aber über die Treppe fort. „Nach unten kommen sie alle.“ Wieso geisterte dieser blöde Spruch gerade durch sein Hirn? 2:47 Uhr. Gegen 4:00Uhr würde er zu Hause sein. Oder besser dort, wo er wohnte. 100 Kilometer durch die regengepeitschte Nacht. 100 Kilometer voller Zerrissenheit und voller Fragen, was nun schon wieder falsch gelaufen war. Als sich die Haustüre hinter ihm ebenfalls mit einen „Klack“ geschlossen hatte, wandte er seinen Kopf unwillkürlich nach oben. Alles war dunkel. Bis zum Auto waren es nur ein paar Meter. Das Handy legte er auf den Beifahrersitz. Vielleicht… Langsam rollte er die kurze Straße hinunter, setzte den Blinker und bog links ab. Das Autoradio blieb aus unerfindlichen Gründen stumm wie immer in der letzten Zeit. Als er auf die Autobahn einbog, schaute er wie in Trance auf die Ausfahrt auf der Gegenfahrbahn und fragte sich, wann er dort wieder abfahren würde. Ein seltsames Gefühl machte sich in der Magengegend brennend breit. Kurz vor der ersten Abfahrt bemerkte er, dass er mit noch nicht einmal 70 Stundenkilometer über die Bahn kroch. Das Handy war stumm geblieben. Er atmete tief durch und gab beherzt Gas. |
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07.03.2009 |
Song des Tages: 12 Bar Blues Band - The
Thrill Is Gone |
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06.03.2009 |
Song des Tages: The Doors - Waiting For
The Sun |
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05.03.2009 |
Song des Tages: Madeleine Peyroux - I'm
All Right |
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04.03.2009 |
Song des Tages: Jacques Brel - Je ne sais pas |
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03.03.2009 |
Song des Tages: Rory Gallagher -
Calling Card |
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02.03.2009 |
Song des Tages: Aynsley Lister - Purple Rain |
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01.03.2009 |
Song des Tages: Fleetwood Mac - Worried Dream |
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28.02.2009 |
Song des Tages: Peter Green - A Fool No
More |
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A Fool No More |
Alles, was sie einem weismachen wollen, dass es gut sei, mag vielleicht gut sein für etwas, für jemanden, der aber nicht unbedingt DU bist. Dein freier Wille entscheidet über den weiteren Weg, sofern er wirklich frei ist. Frei von Kompromissen, frei von Zwängen, frei von Nöten. Und am Ende bist du doch der Depp. In mir und in all den Leuten, mit denen ich nach dem gestrigen Konzert von Peter Green spreche, macht sich etwas wie ein schaler Nachgeschmack breit. Ich kenne nicht Peter Green’s derzeitigen Gesundheitszustand, ich kenne nicht seine Beweg- und Hintergründe, sich den Strapazen einer Tour auszusetzen, auch wenn sie wie jetzt nur fünf Termine beinhaltet. Ich kenne nicht seine Berater und nicht seine Freunde, die ihm die Tour nahe gelegt haben. Ich kenne nicht seine Begleitmusiker, die individuell sicher ihre Vorzüge haben, als Band jedoch nicht funktionieren und vor allem eins nicht tun: Den musikalischen Sockel bilden, den ein sichtlich angeschlagener Peter Green dringend nötig gehabt hätte. Nein. Leute, es war kein Spaß, diesem Spektakel beizuwohnen, auch, wenn hier und da der alte Green’sche Glanz durchbrach. Des alten Albatross Flügel sind müde und lahm. Lasst ihm seinen Frieden und seine Ruhe, seine Würde und den Respekt vor seinem Lebenswerk. Zerrt ihn nicht in die Öffentlichkeit und setzt ihn damit nicht einer Kritik aus, der er nicht mehr standhalten kann. So hält man keine Legenden am Leben, so zerstört man sie. Und lasst uns die Erinnerung an einen grandiosen Gitarristen in einer grandiosen Zeit mit grandioser Musik. |
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27.02.2009 |
Song des Tages: Tom Waits - I'm Still
Here |
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26.02.2009 |
Song des Tages: Paul Simon - Slip
Slidin' Away |
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25.02.2009 |
Song des Tages: Ry Cooder - The Very
Thing That Makes Her Rich... |
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24.02.2009 |
Song des Tages: Jackson Browne &
David Lindley - I'm Alive |
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23.02.2009 |
Song des Tages: Nina Simone - Don't Let
Me Be Misunderstood |
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22.02.2009 |
Song des Tages: Cuarteto Yaravi - Le tengo rabia
al silencio |
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21.02.2009 |
Song des Tages: Die Toten Hosen - Alles, was war |
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Alles, was war |
Alles, was war, hatte seine Zeit, seine Berechtigung. Wie das Licht der Erinnerung darauf fällt, sei einem jeden selbst überlassen. Vieles verflucht man, seine eigene Unzulänglichkeit, Fallen, in die man wider besseres Wissen getapst ist. Aber ok, was soll’s? Man kann es nicht mehr ändern. Was war, war. Es gab keine Generalprobe und es gibt nur diese eine (Ur)Aufführung. Diese eine Zeit, dieses eine Leben. Aber ich lasse mir nicht schlecht reden, was gut war, nur, damit es aus heutiger Sicht besser ins schräge, zersplitterte Bild passt. Wir hatten es in der Hand, wir und nicht nur ich. Wir haben versagt, nicht ich, nicht du, nicht sonst wer. Wir. Und wir haben nicht zu viel geredet, sondern zu wenig. Damals wie heute, Die Schotten waren zu schnell dicht und scheinen nun dichter als je zuvor. Die Angst vor der Überflutung war viel zu groß. Statt Ruhe zu bewahren, kam Panik auf. Und Panik lähmt und lässt weder klar denken noch klar handeln. Wir wären nicht untergegangen. Niemals. Warum auch? Es fehlte doch nicht an Vertrauen. Die vermeintliche Rettung war nur eine Flucht vor einer Ungewissheit, was werden würde, auf der einen Seite und der Gewissheit auf der anderen Seite, das eigene Leben ändern zu müssen. Nicht ganz, aber zumindest zum Teil. Und jetzt? Gestrandet. Nicht an sonnig sandigen Meeresufern mit Palmen, sondern an felsig steinigen Gestaden, an die das Meer laut höhnend kracht. Ein karges Leben ab jetzt, aber immer noch ein Leben. Ich kann flüstern oder schreien, aber ich finde kein Gehör. Ich kann horchen, aber es kommt kein Laut. Ich kann schauen, aber es kommt kein Zeichen. Nichts. Dunkelheit. Leere. Stille. Dies tötet leise und langsam alles, was mal war und damit auch all das Gute, das Erhaltens- und Liebenswerte. Und zuletzt auch auch noch den restlichen, schwachen Hauch von Hoffnung. Man muss diese Schotten wieder öffnen und sich wieder in die Augen sehen. Von Angesicht zu Angesicht. Nicht bald. Schleunigst. Und nicht der eigenen Feigheit und der Bequemlichkeit erliegen. Ein wenig Mut nur. Vielleicht ein paar Schattensprünge. Erst dann hat das Schlechte wirklich ein Ende und alles ist wirklich in Ordnung für dich wie für mich. Alles, was war, war und ist und wird bleiben. In dir und in mir. |
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20.02.2009 |
Song des Tages: Tom Paxton - Last Thing
On My Mind |
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19.02.2009 |
Song des Tages: Bruce Springsteen - Life Itself |
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18.02.2009 |
Song des Tages: Janis Joplin - Maybe |
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17.02.2009 |
Song des Tages: Angela Strehli, Jimmy
& Stevie Ray Vaughan - You Were Wrong |
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16.02.2009 |
Song des Tages: Janiva Magness - Yoe
Were Never Mine |
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15.02.2009 |
Song des Tages: Traffic - Empty Pages |
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Empty Pages |
Geduldig, wie Papier nun mal ist, warten die leeren Seiten darauf, beschrieben zu werden. Vielleicht lässt sich ja endlich ein neues Kapitel beginnen und das Alte sich für abgeschlossen erklären. Daran weiter herum zu feilen wird nichts mehr bringen. Alles, was zu schreiben und damit zu sagen war, ist geschrieben und gesagt. Lass es ruhen und mich später in Nostalgie noch einmal darin lesen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Auch wenn jetzt noch die Ideen fehlen, sie werden kommen. So wie das Frühjahr. Wenn dieser klirrend lange Winter endlich uns aus seinen eiskalten Klauen entlässt. Es ist Eiszeit. Nicht nur die Temperaturen liegen weit unter Null. Es ist weit mehr als das. Ganze Wortbrücken scheinen überfroren. Dort geht nichts mehr. Für den Dialog gesperrt. Die Verbindung unterbrochen. Nichts kommt mehr an auf der anderen Seite. Von meiner Welt einseitig getrennt. Keine Umleitung ist ausgeschildert. „Meide diese Strecke“, sagt die eine innere Stimme. Und die andere wirft ein: „Es muss doch einen Weg geben!“ Egal. Es ist an der Zeit innezuhalten und sich neu zu orientieren, einen ungegangenen Weg zu suchen. Durch das Frühjahr, den Sommer, den Herbst. Um nicht im nächsten Winter wieder zu frieren. Nachts, wenn der Mond lächelt, die Sterne zwinkern und alles in Weiß gehüllt ist wie jetzt. Zeit für eine neue Wärme und für ein neues Kapitel. Die leeren Seiten warten. |
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14.02.2009 |
Song des Tages: Lucinda Williams - Joy |
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13.02.2009 |
Song des Tages: Joanne Shaw Taylor - I
want you to love me |
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12.02.2009 |
Song des Tages: Oli Brown Band - Missing You |
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11.02.2009 |
Song des Tages: Erja Lyytinen - Nasty Weather |
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10.02.2009 |
Song des Tages: Peter Green - Heavy
Heart |
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09.02.2009 |
Song des Tages: Joanne Shaw Taylor -
Time Has Come |
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08.02.2009 |
Song des Tages: The Rolling Stones -
Love In Vain |
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07.02.2009 |
Song des Tages: ACDC- Ride On |
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Ride On |
Es geht weiter im Jahr, im Leben, Abschnitte gehen zu Ende, mitten im Monat, früh im Jahr, wir zählen wieder Jahreszeiten und es ist keine Überraschung, dass es draußen kalt ist. So auch im Inneren. Mich fröstelt. Weitergehen. Geradeaus, in Bögen, um Ecken. Ziellos. Nachdem man am Ziel angekommen, für das man so weit gelaufen war. Zurück bleiben diese Erinnerungen. Schön und einzigartig und unwiederbringbar. Weitergehen, weil einem das Dableiben verwehrt wird. Der Blick zurück gleicht immer mehr einem Blick durch eine Milchglasscheibe. Alles ist bereits verschwommen, was wer wie wann warum gesagt, getan oder nicht gesagt oder nicht getan hat. Ruhe finden trotz aller Zerrissenheit zwischen gestern und morgen. Dem Zusammenbruch einer Welt noch gute Seiten abgewinnen. Nicht stehen bleiben. Durchatmen. Die Hände sind leer und zu müde, um sich nochmals zu heben und um Verständnis zu bitten. Der Stiche sind es zu viele geworden. Hier wie da. Den Schlüssel zum Glück unter die Fußmatte der Gefühle legen. Weitergehen. Hinaus in den Regen. Ein Fuß noch auf dem Bahnsteig, den anderen schon im Zug. Die Ohren nach hinten gestellt, in der Hoffnung, eine Stimme zu hören, die einen zurückruft und davon abhält, weiterzugehen in die Nacht, die Dunkelheit, das Ungewisse. Ohne jemals wieder diese Hand auf dem schlagenden Herzen zu spüren, Bein an Bein zu schmiegen, in dieser unendlichen Vertrautheit ein Lied zu singen. Jeder Schritt fort von alledem schmerzt. Weitergehen in der Hoffnung, doch den Regenbogen zu finden, an dessen Ende Schneeengel winkend warten, dort in der Flussbiegung am Ufer des großen Flusses.. Weitergehen. Es wird weitergehen. Trotzdem und irgendwie. That’s blues, man… |
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06.02.2009 |
Song des Tages: Lucky Peterson &
Mighty Reapers - Telephone Blues |
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05.02.2009 |
Song des Tages: Ten Years After - Love
Like A Man |
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04.02.2009 |
Song des Tages: Bettye Lavette - Thru The Winter |
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03.02.2009 |
Song des Tages: Eddie King - If Lovin' You
Is Wrong |
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02.02.2009 |
Song des Tages: The Beatles - I'll
Follow the sun |
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01.02.2009 |
Song des Tages: John Martyn (R.I.P.) -
One For the Road |
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One for the road |
«One for the road» bedeutet so viel wie noch einen für unterwegs nehmen, also trinken. Dass das nichts Alkoholisches sein sollte, versteht sich von selbst, zumindest, wenn man noch Auto fahren will oder muss. «One for the road» ist hier für mich einer, der mich auf meiner Lebensstraße lange begleitet hat und auch immer weiter begleiten wird, obwohl er vor drei Tagen am Ende seiner Straße angekommen ist: John Martyn. Vielleicht gar nicht so bekannt in unseren Breiten ist dieser britische Musiker, der im Folk, Jazz und Blues zu Hause war. Vom traditionellen Folksong bis hin zu teils experimenteller Musik unter Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln reicht seine künstlerische Palette. Und immer wieder blitzt seine fein ausgearbeitete Lyrik durch, die leider oft vor allem bei seinen späteren Werken etwas vernuschelt daher kommt. Sei es drum, seine Songs beinhalten eine Menge Dichte und Menge Seele. Und ich habe immer wieder festgestellt, dass sie sich hervorragend eignen als Soundtrack für einsame nächtliche Autofahrten über fast leere Autobahnen. Sie halten einen wach, weil sie mit einer Intensivität und Magie daherkommen, der man sich unmöglich entziehen kann. «Hurt In Your Heart» beispielsweise, ein Lied, das die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen wohl kaum besser zum Ausdruck bringen kann. John’s expressive Stimme trifft so einen tiefen Nerv, dass da eigene Herz Feuer fängt. Ich hörte es wieder letzte Nacht, als ich wieder unterwegs war auf deutschen Straßen. Mit eben diesem Feuer im Herzen. Den Blick auf die zittrige Tachonadel und durch die Windschutzscheibe auf die vorbei huschenden Schilder und Randbewachsungen. Die im Hirn tickenden Gedanken, die Eindrücke dieses Abends, schön und nachdenklich stimmend, klar und diffus und das alles mal wieder zugleich. «I don't want to know about evil, I only want to
know about love...» So wie auch John Martyn’s Songs. Sie zeigen mir immer wieder, dass man im Leben nichts auf die lange Bank schieben sollte, die Zeit mag ein Heiler sein, ist aber auch Killer zugleich.. Das Verschieben auf „ein anderes Mal“ ist immer ein unabwägbares Risiko, das Leben hat da seine eigenen Gesetze, denen man sich nicht entziehen kann. Es kann erschreckend kurz sein und das „andere Mal“ schon jenseits davon.
John Martyn wurde nur 60 alt. |
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31.01.2009 |
Song des Tages: John Martyn (R.I.P.) -
Make No Mistake |
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30.01.2009 |
Song des Tages: Jack Johnson - Sitting,
Waiting, Wishing |
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29.01.2009 |
Song des Tages: Jackson Browne &
Joan Osborne - My Back Pages |
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28.01.2009 |
Song des Tages: Sade - Your Love Is
King |
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27.01.2009 |
Song des Tages: J.J. Cale - Magnolia |
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26.01.2009 |
Song des Tages: Jean- Jacques Goldman - Elle ne me voit pas |
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25.01.2009 |
Song des Tages: Jackson Browne - Oh My
Love |
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24.01.2009 |
Song des Tages: Nino Ferrer - Le Sud |
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Der Süden |
Auch der Süden ist relativ. Ich lebe im Westen. Aber auch im Süden, im Osten oder Norden. Kommt ganz darauf an, von wo man guckt. Und trotzdem wäre ich im Moment lieber im Süden. Damit meine ich jetzt weniger eine bestimmte Südstadt oder die Südeifel. Ich wäre gerne dort, wo es sich nach Süden anfühlt, es nach Süden riecht. Dort, wo Wein und Kaffee gleich ganz anders schmecken. Wo Olivenbäume prächtig gedeihen, jeder Atemzug ein Genuss ist. Wo die Sonne auch schon im Januar in der Lage ist, die ausgekühlte Haut zu wärmen. Winterliche Schwere und alte Behäbigkeit austauschen gegen frühlingshafte Leichtigkeit und frischen Elan. Wieder neu an die Dinge herangehen. Südlich eben. Einige verstarrte Fünfen gerade sein lassen. Auf dem üppig bestückten Marktplatz um den Preis für ein Kilo Tomaten feilschen. Fangfrischen Fisch und dazu passende Kräuter kaufen. Auf der Parkbank sitzen und den Männern beim Spiel mit den eisernen Kugeln zuschauen. Mit offenem Geist und leichten Herzen das Leben Leben sein lassen.
Bei solchen Betrachtungen verliert der Süden seine Relativität und wird immer konkreter. |
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23.01.2009 |
Song des Tages: Frankie Miller - If you need me |
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22.01.2009 |
Song des Tages: Anne McCue - Coming To
You |
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21.01.2009 |
Song des Tages: Melissa Etheridge - Angels Would Fall |
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20.01.2009 |
Song des Tages: Humble Pie - Earth And
Water Song |
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19.01.2009 |
Song des Tages: Cat Power - Sea Of Love |
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18.01.2009 |
Song des Tages: Aqualung - Strange & Beautiful |
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17.01.2009 |
Song des Tages: George Winston -
Longing/Love |
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16.01.2009 |
Song des Tages: ELO - Telephone Line |
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15.01.2009 |
Song des Tages: John Mayer & Double
Trouble - Empty Arms |
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14.01.2009 |
Song des Tages: Gino Vannelli - Wild Horses |
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13.01.2009 |
Song des Tages: Neil Young - Heart of
Gold |
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12.01.2009 |
Song des Tages: Easybeats - Friday on
my mind |
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11.01.2009 |
Song des Tages: Sonny Boy Williamson -
Nine below zero |
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Nine Below Zero
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Was für ein Winter! Klirrend, frostig, eisig, kalt, dass einem der Atem am Bart gefriert. Dazu ein störungsfrei blauer Himmel. Ungetrübt von Wolken, die doch nur neue Niederschläge bringen. Eine tiefe Wintersonne lächelt mir freundlich wärmend ins Gesicht. Ihr gegenüber bläht sich der erste Vollmond des Jahres 2009 allmählich rund. Ich wandele am
Ufer des Rursees. Meine Kamera begleitet mich an diesem Samstagnachmittag.
Die Luft ist gut und frisch, sie befreit den Kopf von so einigem Ballast. Es ist locker neun Grad unter Null. Ich friere nicht. Mir ist warm. Die Sonne schickt sich an, in einem roten Feuerball hinter dem Hügel gegenüber zu verschwinden. Ich stehe auf und mache mich lächelnd seufzend auf den Weg zurück. Achja. |
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10.01.2009 |
Song des Tages: Golden Earring - Gypsy Rose |
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09.01.2009 |
Song des Tages: Billy Joel - To make
you feel my love |
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08.01.2009 |
Song des Tages: Delaney, Bonnie & Friends - Comin' Home |
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07.01.2009 |
Song des Tages: The Doors - Wintertime
Love |
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06.01.2009 |
Song des Tages: Paul Millns - When Love Comes Calling |
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05.01.2009 |
Song des Tages: The Rolling Stones -
I'm Free |
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04.01.2009 |
Song des Tages: Green Day - Time Of
Your Life |
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03.01.2009 |
Song des Tages: Van Morrison -
Wavelength |
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02.01.2009 |
Song des Tages: Lambchop - My Blue Wave |
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01.01.2009 |
Song des Tages: Lucinda Williams - Knowing |
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Willkommen 2009 |
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