Moon River

March 9, 2018

Es ist eine kalte Winternacht. Klar und frostig. Soll ich trotzdem noch einmal raus mit der Kamera? Irgendwo muss der Mond zu sehen sein. Ein Blick aus dem Fenster genügt hier nicht. Also den inneren Schweinehund überwinden. Zwei Pullover, Schal, Mütze, Hand- und Winterschuhe und eine warme Jacke. Die Fototasche steht sowieso bereit. Über meiner Straße ziehen leichte Wolken über den sonst recht hellen Sternenhimmel. Unten am Fluss wabern die Arme der Nebelfrauen über das glucksende Wasser. Ansonsten nichts als Stille. Es hat nur leicht geschneit. Ich gehe die Wiese hinunter bis direkt ans Ufer. Das Mondlicht reflektiert auf dem sich kräuselnden Wasser. Die Handschuhe muss ich ausziehen, sonst kann ich die Einstellungen an der Kamera nicht vornehmen. Die Kälte fährt mir sofort in die Finger. Es muss schnell gehen. Nach einigen Fehlversuchen mit der Belichtung habe ich das Foto im Kasten. Kamera zurück in die Tasche und die Handschuhe wieder übergestülpt. Und schnell wieder zurück nach Hause in die Kaminofenwärme.

 

Song: Audrey Hepburn: Moon River

 

 

 

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